TUN -Tätig sein für das Ungarndeutschtum

Für die Enkelkinder
Für die Enkelkinder

WegZeichen – ein Projekt für das TUN.

                                              "Ich forsche, erzähle, erinnere – für das Ungarndeutschtum, 

für die Frauen, für meine Mutter, für meine Heimat .  Ich setze Zeichen – mit Herz, mit Hand, mit Geschichte." 

"WegZeichen" ist mein Herzensprojekt.
Es ist eine Spurensuche und ein Aufbruch zugleich – zurück zu den Wurzeln, hinein in die Zukunft.

Ich bin in Pilisszentiván /Sankt Iwan bei Ofen  geboren, lebe aber seit 1997 in Berkenye /Berkina zwei ungarndeutschen Gemeinden mit tiefen, oft verschütteten Geschichten .Meine Mutter war Ahnenforscherin – sie hat mit Hingabe die Geschichte unserer Vorfahren bewahrt. Nach ihrem Tod gehe ich diesen Weg weiter.
Aber auf meine Weise: weiblich, forschend, erzählend, schöpferisch.
Ich will das ungarndeutsche Frauenerbe sichtbar machen – ihre Lebenswege, ihre Kraft, ihre Stimmen.

"TUN für das Ungarndeutschtum" ist mein Leitsatz.
Ich sammle Erinnerungen, schreibe Biografien, organisiere Gespräche, trage Wissen zusammen – und gebe ihm eine Form, die berührt und verbindet. Vergangenheit wird lebendig, wenn wir ihr zuhören.
Und wenn wir handeln.

WegZeichen will ein Raum sein für Geschichten, für Austausch, für Würdigung – vor allem der Frauen, die bisher oft im Schatten standen. Denn ihre Spuren verdienen Sichtbarkeit.


Ich glaube: In jedem gelebten Leben liegt ein Zeichen verborgen.
Lasst uns diese Zeichen gemeinsam entdecken. 

Eure

 Veronika 


TUN 

Die ungarndeutschen Frauen haben im Laufe der Geschichte zahlreiche Herausforderungen gemeistert und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ihre Ratschläge an die jüngere Generation könnten als "WegZeichen" dienen, die Orientierung und Inspiration bieten.

1. Bewahrung der kulturellen Identität

Die ungarndeutsche Kultur ist reich an Traditionen, Bräuchen und Sprache. Es ist wichtig, diese Elemente zu pflegen und an kommende Generationen weiterzugeben. Dies kann durch das Erlernen der deutschen Sprache, die Teilnahme an traditionellen Festen oder das Engagement in kulturellen Vereinen geschehen. So bleibt das kulturelle Erbe lebendig und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

2. Bildung und Weiterbildung

Bildung war stets ein Schlüssel zur persönlichen und gemeinschaftlichen Entwicklung. Die Förderung von Bildung und lebenslangem Lernen ermöglicht es, neue Perspektiven zu gewinnen und sich den Herausforderungen der modernen Welt zu stellen. Die ungarndeutschen Frauen legen Wert darauf, dass die Jugend ihre Chancen nutzt und sich kontinuierlich weiterbildet.

3. Engagement in der Gemeinschaft

Aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben fördert den Zusammenhalt und den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Ob in kulturellen, sozialen oder bildungsbezogenen Projekten – das Engagement stärkt die Gemeinschaft und bietet gleichzeitig persönliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die ungarndeutschen Frauen ermutigen die Jugend, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

4. Offenheit für Veränderungen

Die Geschichte der ungarndeutschen Gemeinschaft ist geprägt von Wandel und Anpassung. Flexibilität und Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen sind essenziell, um in einer sich ständig verändernden Welt erfolgreich zu sein. Dabei ist es wichtig, die eigenen Wurzeln zu kennen und zu schätzen, während man sich gleichzeitig neuen Ideen und Möglichkeiten öffnet.

5. Pflege der Zweisprachigkeit

Die Beherrschung sowohl der deutschen als auch der ungarischen Sprache eröffnet vielfältige Chancen im beruflichen und persönlichen Bereich. Zweisprachigkeit fördert zudem das Verständnis und die Wertschätzung beider Kulturen. Die ungarndeutschen Frauen raten der Jugend, beide Sprachen aktiv zu pflegen und zu nutzen.

Diese "Wegzeichen" basieren auf den Erfahrungen und dem Wissen ungarndeutscher Frauen und dienen als Leitfaden für die jüngere Generation, um ihre Identität zu stärken und erfolgreich in die Zukunft zu gehen.